Dieter Wellershoffs frühes Erzählwerk

Author
:
Nady Seyfarth
Publish Date
:
2011-07-19
Publisher
:
Grin Verlag
ISBN
:
9783640962211
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit Dieter Wellershoffs Literatur-theorie. Dabei soll zunächst Wellershoffs Position in dem zu der Zeit vorherrschenden Literaturbetrieb erläutert und seine Abgrenzung von gängigen literarischen Erzählformen anhand seiner Essays begründet werden. In seinen vieldiskutierten Essays beschäftigt sich Wellershoff vor allem mit der Funktion, die Literatur haben sollte. Einen starken Einflussauf seine Theoriebegründung nahm eine aus Frankreich stammende,literarische Strömung, die später unter dem Begriff 'Nouveau Roman' zusammengefasst wurde; besonders Alain Robbe-Grillet beeinflusste mitseinem Werk 'Pour un nouveau roman' Wellershoffs theoretisches Schaffen, weshalb seine Programmatik im Rahmen dieser Arbeit explizitherausgestellt werden soll. Zudem greift Wellershoff unter anderem aufErgebnisse aus der Anthropologie Arnold Gehlens oder auf die FilmtheorieSiegfried Kracauers zurück, deren Ansätze, soweit sie Wellershoffstheoretische Ausführungen betreffen, im Anschluss erläutert werden.Einen besonderen Stellenwert nimmt der Gedanke des Verlustes von Realität in Wellershoffs Abhandlungen ein, 'dem gestörten Verhältnis von 'Ich' und 'Welt', [...] den er nicht als individuelles Problem versteht, sondern als Reaktion des modernen Menschen auf die Undurchschaubarkeit der ihn umgebenden Realität'6. Dabei soll der Realitätsgedanke mit diversen zentralen Begriffen (wie Ordnung, Negativität oder Phantasie) derWellershoffschen Theorie in Beziehung gesetzt werden. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit Wellershoffs frühemErzählwerk, den beiden Romanen 'Ein schöner Tag' und die 'Schatten-grenze', wobei die Umsetzung seiner theoretischen Forderungen und die Art der Darstellung herausgearbeitet werden sollen.
Read Now
Sorry, You have to Create a FREE ACCOUNT to continue Read or Download this Book Create My Account

Dieter Wellershoffs frühes Erzählwerk

Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit Dieter Wellershoffs Literatur-theorie. Dabei soll zunächst Wellershoffs Position in dem zu der Zeit vorherrschenden Literaturbetrieb erläutert und seine Abgrenzung von gängigen literarischen Erzählformen anhand seiner Essays begründet werden. In seinen vieldiskutierten Essays beschäftigt sich Wellershoff vor allem mit der Funktion, die Literatur haben sollte. Einen starken Einflussauf seine Theoriebegründung nahm eine aus Frankreich stammende,literarische Strömung, die später unter dem Begriff 'Nouveau Roman' zusammengefasst wurde; besonders Alain Robbe-Grillet beeinflusste mitseinem Werk 'Pour un nouveau roman' Wellershoffs theoretisches Schaffen, weshalb seine Programmatik im Rahmen dieser Arbeit explizitherausgestellt werden soll. Zudem greift Wellershoff unter anderem aufErgebnisse aus der Anthropologie Arnold Gehlens oder auf die FilmtheorieSiegfried Kracauers zurück, deren Ansätze, soweit sie Wellershoffstheoretische Ausführungen betreffen, im Anschluss erläutert werden.Einen besonderen Stellenwert nimmt der Gedanke des Verlustes von Realität in Wellershoffs Abhandlungen ein, 'dem gestörten Verhältnis von 'Ich' und 'Welt', [...] den er nicht als individuelles Problem versteht, sondern als Reaktion des modernen Menschen auf die Undurchschaubarkeit der ihn umgebenden Realität'6. Dabei soll der Realitätsgedanke mit diversen zentralen Begriffen (wie Ordnung, Negativität oder Phantasie) derWellershoffschen Theorie in Beziehung gesetzt werden. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit Wellershoffs frühemErzählwerk, den beiden Romanen 'Ein schöner Tag' und die 'Schatten-grenze', wobei die Umsetzung seiner theoretischen Forderungen und die Art der Darstellung herausgearbeitet werden sollen.